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Jung lernt von Alt, Alt lernt von Jung
Junge Hüpfer der Martini-Schule im Altenheim

„Was ihr bei den Senioren leistet, ist einmalig und verdient große Anerkennung. Ehrenamtliche Tätigkeiten, wie ihr sie praktiziert, leisten einen wichtigen Beitrag zur Qualität des Lebens, besonders für ältere und behinderte Menschen!“ Mit diesen Worten bedankte sich Schulleiter Siegfried Wohlmann in einer kleinen Feierstunde bei den Schülern der 9. Klasse mit ihrer Klassenleiterin, Frau Gabriele Herzog, für ihr außergewöhnliches Engagement. Der Martini-Schule in Freystadt ist es ein Anliegen, den Schülern neben fachlichem Können und Wissen soziale Kompetenzen zu vermitteln. Hierfür bieten außerschulischen Lern- und Erfahrungsorte besondere Gelegenheit. Schüler lernen auf diese Weise in wirklichkeitsnahen Situationen unterschiedliche Handlungsweisen kennen. Aus diesem Grund starteten die damaligen 8. Klassen das Projekt „Kooperation Schule – Altenheim“. Die Mädchen und Jungen aus der Martini-Schule meldeten sich aus eigenem Anstoß ehrenamtlich für das Langzeitprojekt. Seit dem 19. Juni 2007 besuchen die Schülerinnen und Schüler regelmäßig zu zweit das Altenheim, um dort Zeit mit den Bewohnern zu verbringen. „Die alten Leute waren anfangs nicht sicher, ob wir es auch wirklich durchziehen und regelmäßig zu Besuch kommen würden, deshalb waren sie anfangs noch ein bisschen zurückhaltend. Inzwischen wissen sie aber, dass wir es ernst meinen und Freude daran haben, mit ihnen zu reden, spazieren zu gehen, ihnen beim Essen zu helfen, vorzulesen, mit ihnen zu spielen, zu basteln, zu lachen und noch Vieles mehr. Sie sind aufgeschlossen und erzählen uns von Früher, auch persönliche Dinge aus ihrem Leben. Sie freuen sich jedes Mal, wenn wir sie wieder besuchen!“ Von Mal zu Mal wächst das Vertrauen der Alten in die Jugend. Die Bewohner des Altenheims wissen die Zuverlässigkeit und das Engagement der Schülerinnen und Schüler zu schätzen und können sich diese wahrscheinlich kaum mehr aus dem Tagesablauf wegdenken. Die Jugendlichen unterstützen durch ihre Tätigkeit auch das Personal des Altenheims, da sie die Bewohner betreuen und den Pflegern somit auch Arbeit abnehmen. Aus anfänglicher Neugierde über das Projekt wurde starkes Interesse an der Arbeit im Heim und es entwickelte sich aufrichtige Zuneigung zu den alten Leuten. Die Jugendlichen sammeln hierbei Erfahrungen, von denen sie auch in ihrem späteren Berufsleben profitieren werden. Außerdem findet so mancher Jugendlicher dadurch eine Lehrstelle in diesem Berufsfeld.

Folgende Schüler nehmen am Projekt teil:

Annabella Grund, Nadine Ehehalt, Laura Gerner, Diana Meier, Regine Seitz, Aygül Yesilkaya, Alina Demir, Patrick Retemeier, Lukas Lebherz, Kerstin Walter und Carina Zollbrecht.

 

 

 
Kreatives Arbeiten und Teamarbeit

Selbst hergestellte Sitzgruppe ein Blickfang in unserer Aula

Als „hervorragende handwerkliche Leistung, auf die ihr stolz sein könnt“ bezeichnete Rektor Siegfried Wohlmann die für die Schulaula von Schülern der Werkgruppen der 8. Klassen erstellte Sitzgruppe. „Ich bin der festen Überzeugung, dass ihr bei diesem Gemeinschaftsprojekt mehr als in mancher Unterrichtsstunde für euer Leben gelernt habt!“ erklärte der Schulleiter, der sich bei der Präsentation und Übergabe an die Schule bei dem Geschäftsführer und Schreinermeister des Gredinger Industriebetriebes „Trend-Store shop creation GmbH“ , Herrn Hermann Kratzer und dem Verkaufsleiter, Herrn Markus Girg, herzlich für das kostenlos zur Verfügung gestellte Material und den Arbeitseinsatz bedankte. Nach Aussage des Schulleiters gewinne die enge Kooperation von Schule und Wirtschaft immer mehr an Bedeutung. Ziel derartiger Aktionen sei es, Kontakte zu Betrieben zu knüpfen und berufliche und persönliche Zielvorstellungen bei Schülern zu entwickeln. Sein Dank galt auch den Fachlehrern der Schule, Hermann Feierle und Oliver Jordan, die das Projekt organisiert und mitbetreut hatten. In den auf mehrere Wochen verteilten 25 Unterrichtsstunden erstellten die Schüler unter Anleitung und Aufsicht der Fachkräfte und der Fachlehrer zwei Designertische aus Buche mit dazu passender gepolsterter Eckbank und 4 Hocker, die einen wahren Blickfang in der Schulaula darstellen. Positiv werteten die Schüler übereinstimmend, dass sie am gesamten Arbeitsprozess vom Entwerfen der Form auf Schablonen über das Aussägen bis hin zur Endmontage voll integriert waren. Und schon in den ersten Tagen zeigte sich, dass das neue Mobiliar von den Schülern während ihrer Freistunden und in der Mittagspause gut genutzt wurde.


Stolz präsentieren die Schüler ihr gelungenes Werk in der Aula. Schreinermeister Hermann Kratzer (2.v.l.) und Verkaufsleiter Markus Girg (3.v.l.) stellten das Material kostenlos zur Verfügung.

 

 

Einige Stimmen von Schülern der 8. Klassen zu ihrem Projekt:

Maximilian Walesch: „Herr Kratzer hat uns für die Planung der ovalen Tischform die Ellipsenkonstruktion erklärt und darauf hingewiesen, dass das Technische Zeichnen für einen Schreiner wichtig ist. Besonders hat mir das selbständige Arbeiten in der Gruppe gefallen.“

Kevin Loy: „Mir gefällt es, dass die Sitzecke nicht irgendwo gekauft wurde, sondern dass wir unsere Ideen bei der Planung mit einbringen durften. Darauf sind wir alle auch ein bisschen stolz und ich glaube, dass die Sitzgruppe von den Mitschülern viel genutzt wird.“

Michael Harrer: „Diese Möbelbauaktion hat mir super gefallen und ich kann mir jetzt vorstellen, das später auch beruflich zu machen. Herr Kratzer hat uns viele Tipps und Tricks beim Zusammenbau der Hocker gezeigt und angeboten, seinen Betrieb einmal anzusehen. Er hat mir angeboten, dort ein Praktikum zu machen – spätere Lehrstelle nicht ausgeschlossen!“

Die Bilderreportage "Von der Planung zum fertigen Produkt" findet ihr in unserer neuen Bildergalerie oder wenn ihr einfach hier klickt .
 
8. Klassen erkunden Gärtnerei Wurm

Am Mittwoch, den 17. Oktober 2007 erkundeten die beiden achten Klassen unserer Schule mit ihren Klassenlehrern die Gärtnerei Wurm. Im Rahmen des AWT-Unterrichts hatten die Kinder die Gelegenheit, mehr über das Berufsfeld eines Gärtners und eines Floristen zu erfahren, deren Tätigkeiten kennen zu lernen und mehr über ihre Ausbildung zu erfahren.

Nach der Begrüßung führte Herr Wurm die Klasse durch den Gärtnereibetrieb. Das erste Gewächshaus war voll mit Weihnachtsternen, das zweite mit ca. 4000 Chrysanthemen. Der Gärtnermeister erzählte dabei, dass es das Geschick des Gärtners sei, jede Blumensorte zum richtigen Zeitpunkt zum Blühen zu bringen. Er erklärte auch; dass er besonders auf Schnittblumen und Zierpflanzen spezialisiert sei. Die Jugendlichen konnten dann beobachten, wie die Mitarbeiter schon für Weihnachten die Weihnachtsgestecke zusammenstellten. Im weiteren Verlauf der Führung zeigte Herr Wurm den Jugendlichen zwei Gewächshäuser mit ca. 12000 Stiefmütterchen, die alle einzeln eingetopft werden müssten.

Zuletzt beantwortete er nach die offen gebliebenen Fragen der Schüler über die Ausbildung zum Gärtner oder Floristen.

Lehrer und Klassensprecher bedankten sich bei Herr Wurm, dass er so viel Zeit für die Klasse genommen hatte.

Bericht von Michael Ulrich, 8b

 
Große Wissenslücken hinsichtlich der Empfängnisverhütung
Ärztin erläuterte wichtige Punkte fürs Erwachsenwerden

 „Vorrangig sollte Sexualaufklärung im Elternhaus stattfinden!“ stellte Rektor Siegfried Wohlmann fest. Die jährlich durchgeführten Aufklärungsaktionen durch medizinische Fachleute zeigen aber, dass auch in der Schule dieses Erziehungsziel sehr wichtig sei. Der Schulleiter bedankte sich bei Frau Dr. Ingrid Schwarz-Aldorf, Ärztin und anerkannte Expertin in Sachen „Familien- und Sexualaufklärung“ dafür, dass sie an zwei Unterrichtsvormittagen den Schülern der 7. Klassen einen fundierten Aufklärungsunterricht bot. Frau Dr. Schwarz-Aldorf berichtete den interessierten jungen Zuhörern eingangs, dass die Zahl der Schwangerschaften und Schwangerschaftsabbrüche unter Teenagern im krassen Gegensatz zu einem wachsenden Aufklärungsangebot stehe. Noch nie hätte eine Generation aufgeklärtere Eltern und einen besseren Zugang zu Informationen als heute gehabt. Rund 75 % der Eltern von Mädchen bzw. fast zwei Drittel der Eltern von Jungen geben an, dass ihre Kinder über die Themen Sexualität und Verhütung gut informiert seien. Diese Einschätzung spiegele in vielen Fällen aber nicht die Realität wider. Oft sei das vermittelte Wissen lückenhaft bzw. fehlten wichtige Informationen. So definiere sich in einer Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung eine große Zahl der 14-jährigen Mädchen als nicht oder möglicherweise nicht ausreichend aufgeklärt. 10% der Mädchen und 12% der Jungen schätzten sich als nicht aufgeklärt ein, weitere 30% (33% der Jungen) seien sich nicht ganz sicher. Frau Dr. Aldorf führte des weiteren aus, das heute fast zwei Drittel der 16-jährigen Mädchen und knapp 60% der 16-jährigen Jungen koituserfahren sei. Das durchschnittliche Alter beim ersten Mal liege ihrer Aussage nach sowohl für Jungen als auch für Mädchen bei etwa 15 Jahren. Ein wesentlicher Aspekt bei Thema „ungewollte Schwangerschaft“ sei somit das immer jüngere Alter beim  ersten Geschlechtsverkehr.

Die Referentin verstand es, den jungen Zuhörern anschaulich und eindrucksvoll Bereiche wie die Entwicklung und Veränderung des männlichen und weiblichen Körpers sowie den Ablauf des weiblichen Zyklus darzustellen. Auch seelische Probleme, wie „Gefühle fahren Achterbahn“, die häufig in der Zeit der Pubertät durch hormonelle Umstellungen auftreten, waren Bestandteil der Ausführungen der Ärztin. Ein wichtiger Punkt für Frau Dr. Schwarz-Aldorf war es, die Kids über sexuell übertragbare Krankheiten sowie über Pilzerkrankungen zu informieren.


Im Anschluss an die Informationsveranstaltung bedankte sich Rektor Siegfried Wohlmann mit einem kleinen Geschenk bei Frau Dr. Schwarz-Aldorf für ihr großes Engagement.

 
8. Klassen informieren sich im BIZ

 

Im Rahmen der Berufsorientierung besuchten die 8. Klassen unserer Schule am 6. November 2007 das Berufsinformationszentrum (BIZ) der Arbeitsagentur in Nürnberg. Nach einer kurzen Einführung durch eine Mitarbeiterin des Hauses hatten die Schüler die Möglichkeit sich anhand von Mappen und Internetrecherchen über ihren Wunschberuf und Alternativen dazu zu informieren. Wer noch gar nicht wusste, in welche Richtung seine Berufswahl tendiert, konnte mithilfe einer Computerdatenbank seine Interessen und Fähigkeiten mit den Anforderungen verschiedener Berufe abgleichen. Auch war es möglich sich Kurzfilme anzuschauen und so einen besseren Eindruck von den Berufen zu bekommen. Genauere Details über die vorgeschlagenen Berufe bezüglich Tätigkeitsmerkmale, Ausbildung oder Weiterbildungsmöglichkeiten konnten die Schüler schließlich ausdrucken und so zum Nachlesen mit nach Hause nehmen.

 

Nach Aussage der meisten Schüler trug der Besuch im BIZ wesentlich zur Berufsorientierung der kommenden Wochen und Monate bei. Auch wurde die Wahl der Praktikumsstellen für die Betriebspraktika im März, Juni und Juli 2008 durch die gewonnenen Informationen konkretisiert.

 
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