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Heiße Luft

Ein Mann in einem Heißluftballon hat sich verirrt. Er geht tiefer und sichtet eine Frau am Boden. Er sinkt noch weiter ab und ruft:

„Entschuldigung, können Sie mir helfen? Ich habe einem Freund versprochen, ihn vor einer Stunde zu treffen und weiß nicht, wo ich bin.“

Die Frau am Boden antwortet:

„Sie befinden sich in einem Heißluftballon in ungefähr 10 m Höhe über Grund. Ihre Position liegt zwischen 48 und 49 Grad nördlicher Breite und zwischen 10 und 11 Grad östlicher Länge.“

“Sie müssen Lehrerin sein“, sagt der Ballonfahrer.

„Stimmt“, antwortet die Frau, „woher wussten Sie das?“

„Nun“, entgegnet der Ballonfahrer, „alles, was Sie mir sagten, ist zwar sachlich korrekt, doch ich habe keine Ahnung, was ich mit Ihren Informationen anfangen soll. Fakt ist, dass ich immer noch nicht weiß, wo ich bin.Offen gesagt, waren Sie keine große Hilfe. Sie haben meine Reise nur noch verzögert.“

Die Frau meint: „Sie müssen im Kultusministerium tätig sein.“

„Ja“, antwortet der Ballonfahrer, „und wie haben Sie das herausgefunden?“

„Nun“, sagt die Frau, “Sie wissen weder, wo Sie sind, noch wohin Sie fahren. Sie sind auf Grund einer größeren Menge heißer Luft in Ihre jetzige Position gekommen. Sie haben ein Versprechen gemacht und haben keine Ahnung, wie Sie es einhalten können. Nun erwarten Sie von den Leuten unter Ihnen, dass sie Ihre Probleme lösen.

Tatsache ist, dass Sie in exakt der gleichen Lage sind wie vor unserem Treffen - aber jetzt bin irgendwie ich Schuld.“

(Quelle leider unbekannt)

 


Schlaue Sprüche zum Thema Schule und Erziehung

 

"Die Jugend von heute liebt den Luxus,

hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität.

Sie widerspricht ihren Eltern, legt die Beine übereinander

und tyrannisiert ihre Lehrer."

Sokrates, griechischer Philosoph (470 - 399 v.Chr.)

Surprised ...nichts Neues also !

 Adieu, Guten Morgen!

Das Grüßen ist nur noch etwas für Randgruppen

Eine Glosse von Harald Baumer

Im Bundestag ist die Welt noch i Ordnung.Wenn Norbert Lammert die Sitzung eröffnet, dann ruft er „Guten Morgen, liebe Kolleginnen und Kollegen!" ins Mikrofon. Und die Abgeordneten antworten brav: „Guten Morgen, Herr Präsident!". Die Klasse lb der Erich-Kästner-Grundschule in Veitsbronn könnte das kaum besser raachen.

Vermutlich sind aber das Parla­ment in Berlin und ein paar Elite-Grundschulen bald die letzten Orte, an denen korrekt gegrüßt wird. Es ist nämlich aus der Mode gekom­men, einander noch irgendetwas Nettes zu sagen, wenn man sich zum ersten Mal am Tag über den Weg läuft. Die Höflicheren unter den Stoffeln quetschen zwischen den Zähnen immerhin mühsam ein „Gtn Mrgn" hervor.

Die meisten jedoch sehen einen, wenn sie gegrüßt werden, mit Ent­setzen an. So, als ob man die Wieder­geburt von Frankensteins Monster wäre und ihnen gleich den Hals umdrehen wollte. Im deutschen Grußwesen herrscht Wüste, Öde, Leere. Kein „Gudndaach", kein „Habe die Ehre", kein Handkuss mehr. Nicht mal ein schlichtes „Hallo" oder das fränkisch-minimalistische „Sers". Heute richtet man rechtzeitig vor einer Begegnung den Blick entweder zu Boden oder schaut am anderen seitlich vorbei. Um ihre Bekannten und Arbeitskol­legen nicht mehr grüßen zu müssen, werden die Menschen sich wohl demnächst falsche Barte ankleben, dauerhaft im Keller wohnen oder in die Rocky Mountains auswan­dern. Und wir, die wir weiterhin gerne gegrüßt würden? Was machen wir als Mit­glieder einer immer kleiner werden­den Randgruppe? Keine Sorge, der Markt regelt das. Vermutlich wer­den in den dunkelsten Ecken der Großstädte bald die ersten Grüß­clubs eröffnen. Da können wir uns dann von geschultem Personal für 100 Euro die Stunde mal so richtig durchgrüßen lassen. Der Piccolo zum Lockerwerden ist im Preis drin. Doppelnamen kosten aller­dings extra.  


 


Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn man die Einzelheiten vergessen hat.

(Albert Einstein) 
 

Das Lernen macht dann stets Verdruss,

wenn man's nicht will, es aber muss.

 (Heinz Erhardt)